Bewerbung Förderpreise 2017
Internationaler
Stefan-Heym-Preis
der Stadt Chemnitz

Der Internationale Stefan-Heym-Preis

wird seit 2008 in ehrendem Gedenken an Stefan Heym, den Sohn und Ehrenbürger der Stadt Chemnitz, verliehen. Die Ehrung soll alle drei Jahre herausragenden Autoren und Publizisten zuerkannt werden, die sich wie Stefan Heym in ihrem Wirken als Persönlichkeiten erwiesen haben, die sich in gesellschaftliche wie politische Debatten einmischen, um für moralische Werte zu streiten.

Preisträger

Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz geht im Jahr 2017 an die polnische Autorin Joanna Bator

Joanna Bator, Foto: K. Lukas

Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wird 2017 an die polnische Schriftstellerin und Publizistin Joanna Bator verliehen. Die Entscheidung des Kuratoriums zur Vergabe der Auszeichnung gab Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig im Oktober 2016 bekannt. Die Verleihung des mit 20.000 Euro dotierten Literaturpreises findet traditionell im Umfeld des Geburtstages von Stefan Heym im April 2017 statt.

 

„Das Kuratorium würdigte die literarische Qualität ihres Werkes. Persönlich freue ich mich auf einen besonderen Austausch, denn die Fragen, mit denen sich Joanna Bator beschäftigt, berühren in ihrer Substanz die gesellschaftlichen Debatten, denen wir täglich begegnen. Es geht um die Deutung von Geschichte und Gegenwart, Brüche im Leben einzelner Personen und in ganzen Gesellschaften, um Identität, Zugehörigkeit und Ausgrenzung.“

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig

 

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„Mit Joanna Bator wird eine Schriftstellerin ausgezeichnet, deren zeit- und gesellschaftskritisches Werk dem Geiste Stefan Heyms sehr verwandt ist. In allen ihren bisher erschienenen Romanen wählt sie die kleine schlesische Provinz- und Bergbaustadt Walbrzych als einen Handlungsort, an dem die großen menschlichen Themen und Fragen – Identität, Heimat, Fremde, Flucht, Vertreibung – an dem gesellschaftliche Zusammenhänge und kollektive Wirkungsmechanismen narrativ entfaltet werden. Die Protagonisten ihrer Romane sind keine eindimensionalen Wesen, sondern empfänglich für das Gute wie das Böse, für Mythen und Dämonen, für Phantastisches und Absurdes, für Erinnern und Verdrängen, kurz: für alles, was Fluch und Segen der menschlichen Existenz ausmacht. Dabei lässt sie in den erzählten individuellen und kleinkollektiven Schicksalen das Profil einer ganzen Gesellschaft in ihren epochalen Verflechtungen aufleuchten. Wir haben es hier mit einer Literatur zu tun, die sich gerade dadurch klar positioniert, dass sie keine Stimme ausblendet (auch nicht die des Hasses), keine Stimme ins eindeutige Recht oder Unrecht setzt, sondern das Erzählte mit großer Empathie heranrückt und zugleich mit feiner Ironie und leisem Witz auf Distanz hält. Diese Literatur überantwortet es letztlich dem Leser, sich kritisch mit den erzählten Phänomenen und Diskursen, die immer auch einen klaren Bezug zur Wirklichkeit aufweisen, auseinanderzusetzen. Bator erklärt Krisen und Konflikte nicht, sondern zeigt sie in ihrer psychologischen und sozial-historischen Gewordenheit, sie moralisiert nicht, sondern ringt im Medium der Literatur um ein Verstehen. Mithin wird durch die Vergabe des Stefan-Heym-Preises an Frau Bator eine Autorin geehrt, die mit künstlerisch geschärftem, präzisem Blick auf die Wirklichkeit wesentliche Aspekte des Schaffens von Stefan Heym fortschreibt.“

 

Prof. Bernadette Malinowski, Mitglied des Kuratoriums zur Verleihung des Internationalen Stefan-Heym-Preises und Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Chemnitz

 

Die Autorin

Joanna Bator, Jahrgang 1968, gilt als eine herausragende Stimme der zeitgenössischen europäischen Literatur. Mit ihren ebenso eigenwillig wie kunstvoll und feinsinnig erzählten Texten greift sie leise, aber entschieden aktuelle gesellschaftliche Fragen und Phänomene auf, und lotet sie in ihren historischen Tiefendimensionen aus. Ihr jüngster Roman „ Dunkel, fast Nacht“ zeigt, wie Hass eine Gesellschaft zerstören, wie schnell der Firnis menschlicher Moral reißen kann, wenn Menschen mit Veränderung konfrontiert sind.

Für diesen Roman erhielt Joanna Bator 2013 die Nike, den wichtigsten polnischen Literaturpreis. 2016 stand die Autorin für das Werk auf der Shortlist des Internationalen Literaturpreises – Haus der Kulturen der Welt 2016. Zuvor veröffentlichte sie die Romane „ Sandberg“ (2011) und „ Wolkenfern“ (2013) sowie zahlreiche Essays und Artikel.

Joanna Bator ist Trägerin des Spycher: Literaturpreises Leuk 2014. Sie war im Wintersemester 2014/15 Inhaberin der Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur in Bern. 2015 lebte und arbeitete Joanna Bator für zwölf Monate als Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD in Berlin. Die promovierte Philosophin ist Autorin und Hochschuldozentin, lehrte unter anderem in Warschau, New York, London und Tokio. In Japan verbrachte sie vier Jahre. Ihr Zuhause ist in Polen.

„So etwas wie ‚den Schriftsteller‘ gibt es eigentlich nicht. Verschiedene Autoren wollen verschiedene Dinge, und es ist ganz natürlich, dass nicht jeder, der ein Buch schreibt, das gleiche Ziel verfolgt. Einige von uns, wie Nabokov, glauben, dass die ästhetische Freiheit das einzige Prinzip ist, dem es zu folgen gilt. Andere, wie Orwell, dringen darauf, dass direkte politische Einmischung entscheidend ist. Ich neige eigentlich zu Ersterem. In Zeiten wie den heutigen aber ist jeder, wir Schriftsteller eingeschlossen, dazu gezwungen, die Spannung zwischen seinem Privatleben, seinen Fragen und Zweifeln, und der Öffentlichkeit, die eine ganz andere Sprache und Lösungsansätze braucht, neu zu definieren. Vor wenigen Wochen etwa, als ich an den „Black-Protest“-Demonstrationen in Warschau teilnahm, bei denen Frauen für ihre Rechte eintraten, war ich sicher, dass ich an der richtigen Stelle war. Es war wichtig, private Projekte hintenanzustellen, um sich gegen eine Gefahr zu positionieren, die der Gesellschaft als Ganzes drohte. Ich glaube fest daran, dass ich als Autorin das Leben vieler Menschen, meiner Zeitgenossen, nur dann tatsächlich beeinflussen kann, wenn ich die richtigen Bücher zur genau richtigen Zeit schreibe.“

Joanna Bator

 

“To live is to believe in something.”

Stefan Heym

Previous prizewinners

The City of Chemnitz International Stefan Heym Prize was previously awarded to the following writers. For more information, click the name of the prizewinner.

+ Preisträger 2013: Christoph Hein

Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wurde am 10. April 2013, Stefan Heyms 100. Geburtstag, an Christoph Hein verliehen. Der Preisträger nahm den mit 40.000 Euro dotierten Preis vor etwa 350 Gästen im Schauspielhaus Chemnitz persönlich entgegen. Neben Inge Heym nahm unter anderem auch der vormalige Träger des Stefan-Heym-Preises, Bora Ćosić, an der Verleihung teil, ebenso die Chemnitzer Ehrenbürger Christoph Magirius und Siegmund Rotstein.

„Mit dem Internationalen Stefan-Heym-Preis ehren wir Leben und Schaffen eines großen Sohnes unserer Stadt. Er hat das vorgelebt, was dieser Preis würdigt: sich mit der Macht des freien Wortes gegen Unrecht einsetzen. Dafür steht auch der diesjährige Preisträger Christoph Hein. Dessen Werk diskutiert auf literarisch herausragendem Niveau die Möglichkeiten und Grenzen des Einzelnen, sich mit gesellschaftlichen Missständen auseinanderzusetzen. In der DDR und später im wieder vereinigten Deutschland hat er sich für das freie und meinungsstarke Wort engagiert. Heym und Hein erinnern uns daran, den Gebrauch unserer so selbstverständlichen Grund- und Freiheitsrechte nicht zu verlernen.“

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Foto: Kristin Schmidt
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Foto: Kristin Schmidt
Christoph Hein bei seiner Dankesrede, Foto: Kristin Schmidt
Christoph Hein bei seiner Dankesrede, Foto: Kristin Schmidt
Ingo Schulze hielt die Laudatio, Foto: Kristin Schmidt
Ingo Schulze hielt die Laudatio, Foto: Kristin Schmidt

Der Autor

Christoph Hein, geboren am 8. April 1944, zählt zu den profiliertesten Autoren der Gegenwart. Sein literarisches Werk umfasst Romane, Essays, Erzählungen, Theaterstücke, Lyrik und Kinderbücher. International bekannt wurde er 1982 durch die Novelle „Der fremde Freund“ (1983 in der Bundesrepublik unter dem Titel „Drachenblut“ erschienen). Zu seinen berühmtesten Romanen gehören „Der Tangospieler“ (1988) oder „Willenbrock“ (2000), der von Andreas Dresen verfilmt wurde. Sein jüngstes Werk ist „Weiskerns Nachlass“ (2011). 1998 wurde Christoph Hein zum ersten Präsidenten des wiedervereinigten P.E.N.-Zentrums gewählt. Außerdem fungierte er bis 2006 als Mitherausgeber des „Freitag“.

Christoph Hein nach der Preisverleihung, Foto: Kristin Schmidt

Geboren wurde Christoph Hein im schlesischen Heizendorf, aufgewachsen ist er in Bad Düben. 1960 siedelte er, um als Pfarrerssohn Abitur machen zu können, nach West-Berlin über. Vor seinem Studium der Logik und Philosophie in Leipzig und Berlin (1967 bis 1970) verdiente Hein seinen Lebensunterhalt als Montagearbeiter, Buchhändler und Regieassistent bei Benno Besson am Deutschen Theater und der Volksbühne. Nach dem Studium kehrte er als Dramaturg an die Volksbühne zurück, wo er ab 1973 neben Heiner Müller als Hausregisseur engagiert war. Seit 1979 ist Christoph Hein freischaffender Schriftsteller. Auch als Mitglied des P.E.N.-Zentrums der DDR mischte er sich kritisch in Debatten ein, protestierte beispielsweise auf dem X. Schriftstellerkongress 1987 gegen die Zensur oder zwei Jahre später gegen die Verhaftung Václav Havels. Am 4. November 1989 zählte Christoph Hein zu den Rednern der Demonstration der Kulturschaffenden auf dem Berliner Alexanderplatz.

Christoph Hein ist vielfach preisgekrönt, zuletzt mit dem Uwe-Johnson-Preis (2012), dem Eichendorff-Literaturpreis (2010) oder dem Walter-Hasenclever-Literaturpreis (2008). Außerdem ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes (1994).

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+ Preisträger 2011: Bora Ćosić

Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wurde im Rahmen der Internationalen Stefan-Heym-Konferenz am 1. Juli 2011 an den Schriftsteller und Publizisten Bora Ćosić vergeben. Bora Ćosić nahm den mit 40.000 Euro dotierten Preis persönlich zum Festakt in der Stadthalle Chemnitz entgegen.

„Stefan Heym ist ein großer Sohn unserer Stadt. Die Ansprüche an den Träger des Stefan-Heym-Preises müssen ihm gerecht werden. Die Jury leistet mit ihrer Aufgabe Interpretationsarbeit: Wie begegnet uns Stefan Heym heute? Und wie soll er uns begegnen? Die Entscheidung für Bora Ćosić beantwortet diese Fragen und ehrt den Preisträger ebenso wie den Preis selbst und den Namensstifter. Ćosić scheut den schmalen Grat zwischen Kunst und Politik nicht, übt offen Kritik und lehrt uns, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen."

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig

Bora Ćosić mit Laudator Fritz Pleitgen und Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Foto: Laszlo Farkas

Die Laudatio auf Bora Ćosić hielt der langjährige WDR-Intendant und frühere Vorsitzende der ARD, Fritz Pleitgen, der zugleich Schirmherr der ersten Konferenz der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft ist. „Stefan Heym wäre mit dem diesjährigen Preisträger höchst einverstanden gewesen“, so Fritz Pleitgen. „Bora Ćosić ist ein Schriftsteller, der sich mit unserer Zeit auseinandersetzt, der Türen aufstößt, der aus engem Denken herausführt, der neue, überraschende Blickwinkel eröffnet, der all dies mit Esprit und feinem oder – wenn nötig – bösen Witz brillant zu formulieren versteht, der vor allem niemals für ein bequemes Leben sein Recht veräußern würde, zu sagen und zu schreiben, was er denkt und fühlt; mögen dafür noch so unangenehme Repressalien drohen oder verhängt werden. Das sind die Grundeigenschaften, die Bora Ćosić mit Stefan Heym verbinden."


Der Festakt fand eine musikalische Umrahmung mit Beethoven und Mahler, den musikalischen Präferenzen von Stefan Heym und Bora Ćosić. Innerhalb der Veranstaltung trug sich Bora Ćosić außerdem in das Goldene Buch der Stadt Chemnitz ein.

Der Autor

Ćosić, 1932 in Zagreb geboren, lebte bis zu seiner Emigration 55 Jahre in Belgrad und seit 1992 im deutschen Exil in Berlin sowie in Rovinj (Kroatien).

Mit der Vergabe des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz an Bora Ćosić hat sich die Jury für einen großen Erzähler, Satiriker und auch Kritiker Süd-Ost-Europas entschieden. Ćosić steht in der Tradition der serbischen Avantgarde der 60er und 70er Jahre und hat über 30 Werke publiziert. Zu den bekanntesten gehören der preisgekrönte Roman „Die Rolle meiner Familie in der Weltrevolution“, ein schon Ende der 60er Jahre entstandener Roman über die Vorhersage des Untergangs Jugoslawiens aus der Perspektive eines Kindes, „Das Land Null“ und "Die Reise nach Alaska ". Mit der Entscheidung würdigt das Kuratorium auch die aufklärende Rolle von Ćosić als einem politischen Schriftsteller.

Bora Ćosić zur Preisverleihung, Foto: Laszlo Farkas

„Ich habe schon vor langer Zeit aufgehört, die Verhältnisse im Osten und im Westen streng zu trennen. Dabei hilft mir heute der Dichter Adonis, der sagt, es gebe in jedem Westen mehrere Westen und in jedem Osten mehrere Osten. Sagen wir Osten und Westen, vereinfachen wir die Dinge. Wir können sagen, dass es im Westen Osten gibt, die viel östlicher sind als der Osten, so wie es im Osten Westen gibt, die viel westlicher sind als der Westen. Ich kannte Stefan Heym, dank dessen Werk wir alle heute hier versammelt sind, nur kurz. Aber mit ihm und seinem dramatischen Leben verbindet mich gerade das, mein eigenes Schicksal, das sich in einem Spagat, einem west-östlichen, befindet.“

Der Preisträger Bora Ćosić in seiner Dankesrede

Bora Ćosić studierte Philosophie und arbeitete unter anderem als Redakteur verschiedener Literaturzeitschriften. 1992 verließ er Serbien, weil er nicht unter dem Regime Miloševićs leben wollte. Er ging nach Rovinj (Kroatien), dann nach Berlin. Bora Ćosić wurde 2002 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung ausgezeichnet, 2008 mit dem Albatros-Preis der Günter-Grass-Stiftung.

Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der ersten Stefan-Heym-Konferenz, die vom 1. bis 3. Juli 2011 in Chemnitz stattfand. Die Konferenz, die sich mit Leben und Werk Stefan Heyms befasst, wurde von der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft in Kooperation mit dem Kulturmanagement der Stadt Chemnitz im TIETZ organisiert.

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+ Preisträger 2008: Amos Oz

Die Stadt Chemnitz verlieh am 14. April 2008 erstmals den Internationalen Stefan-Heym-Preis in ehrendem Gedenken an Stefan Heym, den Sohn und Ehrenbürger der Stadt. Der erste Preisträger ist der israelische Schriftsteller und Publizist Amos Oz. Er nahm den mit 40.000 Euro dotierten Preis persönlich in Chemnitz entgegen.

Amoz Oz, Foto: Jerry Bauer, Suhrkamp Verlag
Amoz Oz, Foto: Jerry Bauer, Suhrkamp Verlag

Verliehen wurde der Stefan-Heym-Preis innerhalb eines Festaktes in der Chemnitzer Oper. Laudatorin ist die Verlegerin des Suhrkamp Verlages, Ulla Unseld-Berkéwicz. Der Botschafter des Staates Israel, Yoram Ben-Zeev, überbrachte ein Grußwort. Die Robert-Schumann-Philharmonie spielte mit Beethoven und Brahms die jeweiligen musikalischen Präferenzen von Stefan Heym und Amos Oz. Innerhalb des Festaktes hat sich Amos Oz in das Goldene Buch der Stadt Chemnitz eingetragen.

„Die Verbindung von Stefan Heym und Amos Oz ist eine ganz wunderbare und obendrein persönliche“, sagte die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, „daher sind wir froh und glücklich, dass wir den erstmals vergebenen Preis direkt an einen Autoren verleihen dürfen, der in besonderer Weise für die Idee der Auszeichnung steht.“

Amos Oz, Jahrgang 1939, ist Träger mehrerer renommierter Preise, unter anderem des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (1992), des Israel-Preises (1998), des Goethepreises der Stadt Frankfurt (2005), des Corine-Ehrenpreises des Bayerischen Ministerpräsidenten (2006) und des Prinz-von-Asturien-Preises (2007).

Der Autor

Amos Oz, Jahrgang 1939, ist Träger mehrerer renommierter Preise, unter anderem des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels (1992), des Israel-Preises (1998), des Goethepreises der Stadt Frankfurt (2005), des Corine-Ehrenpreises des Bayerischen Ministerpräsidenten (2006) und des Prinz-von-Asturien- Preises (2007). Amos Oz hat mehr als 30 Bücher veröffentlicht, darunter Romane, Erzählungen und politische Essays. Die Werke erscheinen in 37 Sprachen.

Stefan-Heym-Förderpreise

bis 31. januar 2017 bewerben

förderpreise

Im Rahmen des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz lobt die Stadt Chemnitz seit 2016 die Stefan-Heym-Förderpreise aus. Die Förderpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro werden zusätzlich zum Internationalen Stefan-Heym-Preis an Projekte und Initiativen in den Bereichen Forschung und Nachlasspflege, für Stipendien und zur Unterstützung von Schülerprojekten vergeben, die sich in besonderer Weise mit dem Leben und Werk Stefan Heyms beschäftigen.

Einen Antrag auf Förderung können alle natürlichen und juristischen Personen, Initiativen, Institutionen, private und öffentliche Einrichtungen und Vereine stellen. Die förderwürdigen Maßnahmen sind in der Zeit zwischen zwei Verleihungen des Internationalen Stefan-Heym-Preises zu realisieren. Zum Antrag auf eine Förderung muss eine Beschreibung des zu fördernden Projektes (max. zwei Seiten im Format DIN A4) sowie eine Kostenaufstellung eingereicht werden.

Über die Vergabe der Förderpreise entscheidet das Kuratorium zur Vergabe des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz.

Porträt Stefan Heym

Ehrenbürger der Stadt Chemnitz Stefan Heym, Foto: Harry Härtel

Stefan Heym wurde am 10. April 1913 unter dem bürgerlichen Namen Helmut Flieg als Sohn eines jüdischen Kaufmanns in Chemnitz geboren.

Bereits als 18-jähriger Schüler des Staatsgymnasiums Hohe Straße setzte sich der von einer humanistischen Erziehung geprägte Helmut Flieg mit den gesellschaftlichen Widersprüchen in der Weimarer Republik auseinander.

Mit der Veröffentlichung eines Gedichtes in der Chemnitzer „Volksstimme“, in dem der deutsche Militarismus angeprangert wurde, trat er erstmals offen gesellschaftskritisch in Erscheinung. Die Relegation vom Gymnasium und ab 1933 nationalsozialistische Repressalien waren die Folgen. Zum Schutz der eigenen Person und aus Sorge um seine Familie vor dem antisemitistischen Nazi-Terror lebte er fortan unter dem Pseudonym Stefan Heym.

Dennoch wurde die Emigration nach Prag und später in die USA für ihn unvermeidbar. Nachdem er in Chicago sein Studium der Philosophie, Germanistik und Zeitungswissenschaften beendet hatte, begann er journalistisch als Chefredakteur der antifaschistischen Wochenzeitung „Deutsches Volksecho“ zu arbeiten. Mit dem Roman „Hostage“ begann er Mitte der dreißiger Jahre sein schriftstellerisches Lebenswerk.

Die Verachtung des Hitlerregimes und der Wille, aktiv zum Ende des 2. Weltkrieges beizutragen, führten Stefan Heym in die US-amerikanische Armee. Unmittelbar nach Kriegsende besuchte er als Soldat das zerbombte Chemnitz.

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Zu Beginn des Kalten Krieges nahm Stefan Heym eine kritische Haltung zur Politik der USA ein und wurde wegen „prokommunistischer Haltung“ aus der US-Army ausgeschlossen. Aus Protest gegen den Koreakrieg gab er der US-Regierung seine militärischen Auszeichnungen zurück.

Stefan Heym sah 1952 in der DDR, mit der er damals viele Hoffnungen verband, seine neue Heimat. Als Autor der zu Klassikern gewordenen Romane wie „Kreuzfahrer von heute“, „Der Fall Glasenapp“ oder „Die Augen der Vernunft“ fand er hier eine große Leserschaft und staatliche Anerkennung. So wurde sein literarisches Schaffen 1953 mit dem Heinrich-Mann-Preis, 1956 mit dem Literaturpreis des FDGB und dem Nationalpreis im Jahre 1959 gewürdigt.

Sich selbst als kritischen Marxisten bezeichnend, ließ er sich als international anerkannter Schriftsteller nicht von der SED-Führung vereinnahmen oder instrumentalisieren. Vielmehr setzte er sich ab Mitte der 50er Jahre zunehmend kritisch mit der Entwicklung in der DDR auseinander. Sein offener Umgang mit gesellschaftlichen Problemen führte immer wieder zu Kontroversen mit der DDR-Führung. Andererseits gelangte Heym durch seinen brillanten Stil und die von ihm aufgegriffenen Themen zu einer großen Popularität. In Romanen wie „Lasalle“ oder „Der König David Bericht“ bediente sich Stefan Heym des historischen Romans, um aktuelle Themen aus einer Perspektive darzustellen, die nicht den offiziellen SED-Richtlinien entsprach. Nicht selten konnten auch die deutschsprachigen Ausgaben einiger Werke bis zum Jahre 1989 nur in der Bundesrepublik Deutschland verlegt werden.

Typische Beispiele dafür sind die Romane „Collin“ und „Schwarzenberg“, die 1979 und 1984 bei Bertelsmann erschienen waren, aber erst 1990 in der DDR verlegt werden konnten.

Stefan Heym machte niemals einen Hehl aus seiner Ablehnung des in der DDR praktizierten „real existierenden Sozialismus“. Die Unterzeichnung der Protesterklärung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns führte zu seinem Ausschluss aus dem Schriftstellerverband der DDR. Zunehmend reglementiert und lediglich noch geduldet setzte Stefan Heym seine schriftstelleriche Arbeit unvermindert fort.

Über die westdeutschen Medien setzte er sich weiter mit den gesellschaftlichen Verhältnissen der DDR auseinander, die er trotz aller Unzulänglichkeiten und durchlebten Schwierigkeiten weiterhin als seine Heimat betrachtete.

Im Herbst 1989 gehörte Stefan Heym zu den herausragenden Persönlichkeiten der friedlichen Revolution in der DDR. Obwohl er bereits zu Beginn der 80er Jahre zu den wenigen Prominenten in beiden deutschen Staaten zählte, die die Wiederherstellung der deutschen Einheit prophezeiten, begleitete er den sich dann vollziehenden Vereinigungsprozess nach 1990 konstruktiv und kritisch.

So machte er als Alterspräsident des 13. Deutschen Bundestages in seiner Eröffnungsrede 1994 auf Fehlentwicklungen während des Wiedervereinigungsprozesses aufmerksam und verwies zugleich auf die großen historischen Chancen für Demokratie und soziale Gerechtigkeit im vereinigten Deutschland.

Der Querdenker Stefan Heym bekannte sich während seines ganzen Lebens zu seiner von Humanismus und sozialer Gerechtigkeit geprägten Weltanschauung. Dabei ging es ihm nie vordergründig um die Verfechtung von Ideologien. Vielmehr hat er sich mit seinen Gesellschaftskritiken als charismatischer Praktiker in die Diskussionen eingebracht.

Im Verlaufe von über sieben Jahrzehnten setzte er sich nicht nur in seinen literarischen Werken mit den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen er lebte, auseinander. Beeindruckend war dabei stets seine Zivilcourage aber auch sein konstruktives Engagement bei der Suche nach einer modernen und zukunftsfähigen Gesellschaftsform. Mit seiner zumeist schonungslos offenen und nicht selten unbequemen Art stieß er immer wieder an Grenzen, die ihm von den Regierenden aufgezeigt wurden. Doch weder der deutsche Nationalsozialismus, noch die USA in der Mc Carthy-Zeit und auch nicht das SED-Herrschaftssystem der DDR konnten Stefan Heym in seinem Streben nach wahrer Demokratie und Gerechtigkeit aufhalten.

Mit der Übertragung der Ehrenbürgerwürde an Stefan Heym ehrte die Stadt Chemnitz am 2. Oktober 2001 eine international geachtete Persönlichkeit, die hier in Chemnitz geboren und aufgewachsen ist. Mit seinem umfassenden Lebenswerk gehört Stefan Heym zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts.

Stefan Heym starb am 16. Dezember 2001 in Israel.

Die Stadt Chemnitz wird Stefan Heym stets in Ehren gedenken.

INTERNATIONALE STEFAN-HEYM GESELLSCHAFT E. V.

Die Stadt Chemnitz fühlt sich dem Andenken an Stefan Heym und seinem Werk verpflichtet. Der Nachlass von Stefan Heym befindet sich im Stefan-Heym-Archiv an der Universität Cambridge. Ursprünglich war die Gründung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft in Cambridge vorgesehen. Auf Grund der würdevollen Ehrung von Stefan Heym durch die Stadt Chemnitz wurde im Rahmen der Preisverleihung der Gedanke an die Stadt Chemnitz herangetragen, die Gründung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft in Chemnitz zu vollziehen und ihren dauerhaften Sitz in der Stadt zu konstituieren.

Am 18. April 2009 wurde die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Rathaus der Stadt Chemnitz gegründet. Zu Gast waren Partner aus Cambridge und Inge Heym, die Witwe des Schriftstellers. An diesem Tag traten bereits 45 interessierte Privatpersonen und Einrichtungen der Gesellschaft bei.

Die Gesellschaft hat zum Ziel, das literarische Leben zu fördern. Sie soll sich vor allem dem Studium und der Verbreitung der Werke Heyms sowie der Pflege seines publizistischen Nachlasses und der Erinnerung an sein Leben widmen. Dabei soll die Gesellschaft aller an seinem Werk Interessierter zur Zusammenarbeit und zum Aufbau internationaler Beziehungen dienen. Die Stefan-Heym-Gesellschaft kooperiert deshalb mit dem Stefan-Heym-Archiv der Universitätsbibliothek Cambridge. Es soll angeregt werden zur Forschung aber auch zur öffentlichen Auseinandersetzung mit den Werken und dem Schaffen Heyms. Die Gesellschaft wird öffentliche Lesungen, Vorträge, wissenschaftliche Kolloquien, Ausstellungen sowie Publikationen anbieten.

Die Gesellschaft wurde als Verein gegründet. Sie ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Chemnitz eingetragen. Die Gesellschaft wird ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgen.

Presse

Die Pressestelle der Stadt Chemnitz ist Ansprechpartner für Medienvertreter, voröffentlicht Pressemitteilungen, verantwortet den Internetauftritt www.stefan-heym-preis.de und ist Ansprechpartner für städtische Publikationen zum Internationalen Stefan-Heym-Preis. 

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Pressemitteilungen

18. Oktober 2016

Internationaler Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz geht im Jahr 2017 an die polnische Autorin Joanna Bator
Die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im April kommenden Jahres verliehen

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18. Oktober 2016

Stadt Chemnitz lobt Stefan-Heym-Förderpreise aus
Zusätzliche Förderung von Projekten und Initiativen im Wert von 20.000 Euro

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16. Juni 2016

Internationaler Stefan-Heym-Preis: Kuratorium kann künftig zusätzliche Projekte und Initiativen fördern
Stadtrat beschließt Änderung der Satzung

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Foto unter Start: Stefan Heym, © Isolde Ohlbaum

Foto unter Förderpreise: Technische Universität Chemnitz, Reichenhainer Straße, © Dirk Hanus

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